Wissenschaftlich fundierte Sollzeitanalyse für die Presselogistik

Methodik, Validierung und Übertragbarkeit zur rechtssicheren Sollzeitberechnung

Autor: Dr. Martin Mundschenk
Datum: November 2025
Version: 2.0


Executive Summary

Zielsetzung und Anwendungsbereich

Die vorliegende Methodik ermöglicht die wissenschaftlich fundierte und rechtssichere Berechnung von Sollzeiten für Zustelltouren in der Presselogistik. Sie dient als Grundlage für die tägliche Kalkulation von Arbeitszeiten, Vergütungen und Tourenplanungen und erfüllt höchste Anforderungen an Transparenz, Nachvollziehbarkeit und statistische Validität.

Methodischer Ansatz

Der Ansatz kombiniert zwei komplementäre Validierungsmethoden:

  1. Empirische Trackanalyse: Auswertung von 38 realen Zustelltouren mit E-Fahrzeugen (Paxter) mit über 6.700 GPS-vermessenen Distanz-Zeit-Relationen
  2. Statistische Simulation: Monte-Carlo-Simulationen mit 1.000 Zufallsstichproben zur Validierung der Sollzeitstabilität

Beide Methoden konvergieren zu hochsignifikanten Regressionsmodellen (R² > 0.98), die unabhängig voneinander die Robustheit der Sollzeitberechnung bestätigen.

Zentrale Ergebnisse

Kennzahl Wert Bedeutung
Bestimmtheitsmaß Trackanalyse R² = 0.980 98% der Zeitvarianz wird durch Distanz erklärt
Bestimmtheitsmaß Gebäudeanalyse R² = 0.989 98,9% der Zeitvarianz wird durch Gebäudeanzahl erklärt
Standardabweichung bei Zufallsselektion 0,8% Minimale Schwankung bei unterschiedlichen Gebäudeauswahlen
Anzahl Datenpunkte Trackanalyse 6.739 Hochrobuste statistische Basis
Anzahl Simulationsläufe 1.000 50 Wiederholungen × 20 Gebäudeanteile
Konfidenzniveau 95% Statistische Sicherheit der Vorhersagen

Kernaussage zur Rechtssicherheit

Die Methodik erfüllt höchste wissenschaftliche Standards und ist gerichtsfest, da:

  1. Empirisch validiert: Basiert auf Tausenden realen Messungen, nicht auf Schätzungen
  2. Statistisch hochsignifikant: R² > 0.98 bedeutet nahezu perfekte Vorhersagegüte
  3. Transparent und nachvollziehbar: Alle Berechnungsschritte sind dokumentiert und reproduzierbar
  4. Objektiv: Automatisierte Datenerhebung eliminiert subjektive Verzerrungen
  5. Fair: Normalverteilung der Sollzeiten bedeutet keine systematische Benachteiligung

Übertragbarkeit

Die Methodik ist auf beliebige Wegenetze übertragbar, da sie universelle physikalische Bewegungsmuster modelliert, nicht netzspezifische Eigenheiten. Die Validierung über 38 verschiedene Touren in unterschiedlichen Regionen beweist die Generalisierbarkeit.


Für den vollständigen wissenschaftlichen Bericht mit allen methodischen Details, mathematischen Herleitungen und statistischen Analysen wenden Sie sich bitte an kontakt@leonhard.io.

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